Guten Tag Gott! Guten Tag Jesus Christus! Guten Tag ...

Wow, heute in der Früh´ erhielt ich eine saftige Trainingseinheit zum Thema Selbstbeherrschung.

Ab 7 Uhr klingelte das Telefon und ich durfte zwei gute Gespräche führen, in Dankbarkeit. Dann zeigte sich die Polarität ganz deutlich.

Während ich mit meiner dreiundneunzigjährigen Mutter sprach, zwischen unseren Wohnorten liegen 600 km, brach die Verbindung ab. Ich konnte sie auch nicht wieder herstellen. In meine Unruhe hinein rief eine Klientin an, mit einer erschreckenden Nachricht.

In meinem Kopf machte es „bing“ und das Gedankenkarussell ging los. Meine Kreativität schwang sich zu bizarren Horrorszenarien hoch, bis ich mein Stopp! einsetzte und zu beten begann.

Ich bat um Kraft und Klarheit für mich selbst und alle Beteiligten. Ja, Herr! Dein Wille geschehe!

Langsam kam wieder Ordnung, Ruhe und Frieden in meine Gedankenwelt. Ich atmete tief ein und aus. Mir fielen die Worte ein:

Alles war wie es war, ist wie es ist und wird wie es wird.

Mein Gott, danke. Ja, es ist wichtig, meine eigenen Gedanken zu beherrschen. Die Ereignisse, Situationen und anderen Menschen kann ich weder beherrschen noch zur Veränderung (in meinem Sinne) zwingen, noch positive Ergebnisse erzwingen. Was maße ich mir an, immer wieder alles besser oder sicherer wissen zu wollen.

Sich Sorgen machen, eine echt weibliche Disziplin! „Ich habe doch die Verantwortung.“ Für was oder wen, außer für mein eigenes Denken und Handeln.Hochmut statt Sanftmut, dachte es mich.

Aus meiner Ruhe heraus rief ich meine Mutter erneut an und sie nahm das Gespräch an. 

Irgendwie fühle ich einen liebevollen, sanften Blick auf mir ruhen.