Jeder Tag ist ein neuer Tag! Gott sei Dank! Wirklich, mir wird diese Wahrheit immer bewusster.

Gestern fühlte ich mich plötzlich erschöpft, ja ausgebrannt.

Mein Bruder, der sich täglich um unsere Mutter kümmert, erzählte mir am Telefon etwas, was wir beide schlecht bewerteten. Mein alter Hitzkopf grätschte in meine Gedanken. Wütend versank ich in Selbstmitleid und in Erinnerungen über in meinem Leben erlittene Ungerechtigkeiten. Ich bemerkte, wie mein Körper in eine schlechte Haltung verfiel.

Ein Prozess begann in mir, der wirklich Stunden dauerte. Wow, aufrichten! Was richtet mich auf? Meine Körperübungen. In dem Moment fühlte ich mich genau dazu nicht imstande. Unschuld, schoss es mir durch den Kopf und bete! Gedacht, getan.

Die vergangenen Ungerechtigkeiten konnte ich bewusst neu betrachten, mit dem ermutigenden Aspekt: „Daran bin ich gewachsen!“ Obwohl ich in der Vergangenheit weit weg war von meinem heutigen Glauben, weiß ich, dass ich auch da schon durch Gott getragen und geleitet wurde. Ich bin mir bewusst: „Was mir gelingen sollte, gelang.“

Dieser Gedanke brachte etwas Frieden in mein Denken und erleichterte mich. Ein schüchternes Lächeln öffnete mein Gesicht.. Mit diesem Lächeln wandelte sich Wut in Wärme. Mein Körper richtete sich etwas auf. Doch nur kurz, denn ich bekam nacheinander mehrere Gerechtigkeits- oder besser Ungerechtigkeitserinnerungsanfälle.

„Was mir gelingen sollte, gelang.“ Ungeduldig, vorwurfsvoll, voller Selbstmitleid und trotzig dachte ich diesen Gedanken immer wieder. „Wie oft noch?“ und hämisch: „Jeder Tag ist ein neuer Tag, super!“ und „Ja, toll!“ dachte es mich weiter: „Samstag, alle anderen vergnügen sich und ich ackere wie Schwein.“

Den ganzen Tag arbeitete ich mit mir, mit meinen Gedanken, Erinnerungen, Gefühlen, meinem körperlichen Zustand und mit meinem Glauben. Am frühen Abend bemerkte ich, dass ich auf diese Selbstmitleidsattitüde keinen Bock mehr hatte. „Ich glaube, mit dieser Nummer bin ich für heute durch!“ dachte und spürte ich. Spontan entschied ich: „Jetzt dusche ich und wasche die Vergangenheitsschlacke und den -dreck ganz bewusst und genüsslich von meinem Körper.“

„Vierzig Tage war Jesus in der Wüste gewesen, ich hatte heute nur ein paar wüste Stunden.“ schmunzelte ich unter der Dusche, während das köstlich erfrischende Wasser über meine Haut strömte. Ich fand meinen Frieden wieder, fühlte mich wie neu geboren und tiefe Dankbarkeit ergriff mich.

Lecker duftend und lächelnd schlief ich später ein. Heute erwachte ich glücklich. Guten Morgen Gott! Guten Morgen neuer Tag! Ja, dieser neue Tag wird gut und darauf freue ich mich.

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