Mittwoch ist heute. Der Himmel zeigt sich grau verhangen. Es regnet.

Meine Mundwinkel streben nach unten und ich bemerke, wie mein Körper in sich zusammenfallen will. Bewusst richte ich immer wieder meine Wirbelsäule auf. Die erste Runde Übungen habe ich schon vollendet und ich werde weitere folgen lassen. Die Freiheit nehme ich mir.

Was Wetter mit Freiheit zu tun hat? Ich kann mir die Freiheit nehmen dem Mundwinkelstreben nachzugeben oder mich zu entscheiden, mich von dem beginnenden Missmut über das Wetter zu befreien und heiter zu sein. Das Wetter kann ich nicht verändern, meine Bewertung über das Wetter schon.

Meine Mundwinkel wandern gerade wieder aufwärts. In meinen jugendlichen Sturm- und Drangzeiten bedeutete Freiheit, mich von äußerlichen Zwängen zu befreien, mit nach außen gerichteten Aktionen. Trotzdem schwimmen oder wandern zu gehen oder die geplante Radltour durchzuführen. Das waren echt tolle Erfahrungen. Die Erinnerung lässt meine Mundwinkel ein weiteres Raster nach oben steigen. Geliebte und gelebte Lebenserfahrung.

Freiheit heißt für mich, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht verändern kann. Heute bin ich frei zu wählen, ob ich innerlich oder äußerlich aktiv bin. Gestern führte ich ein Supervisionsgespräch mit einem Freund. Wir erarbeiteten folgenden Satz:

Ich schließe Frieden mit meinem immer wiederkehrenden Unfrieden.

Was für ein Geschenk ist diese Erkenntnis. Frieden und Freiheit sind innere Zustände, innere Einstellungen. Was nicht bedeutet, zu allem „Ja und Amen“ zu sagen, sich murrend zu verkriechen und sich mit Gleichgesinnten im emotionalen Morast zu wälzen. Obwohl, wer es mag ... So eine lustvolle Schlammschlacht kann auch spaßig sein, zeitlich begrenzt.

„Regen bringt Segen“ das weiß ich und der Volksmund spricht „sich regen“ auch. Wobei damit sicher nicht „sich über schlechtes Wetter aufregen“ gemeint ist. Nach dem Wetter folgt dann die Politik, die Umwelt, die Ungerechtigkeiten ...

Auch bei Regen können wir uns regen und das bringt Segen. Zu dieser Wortspielerei gab ich mir gerade genüsslich die Freiheit, sie zu notieren. Meine Mundwinkel besuchen meine Ohren. Hi hi.

Ich werde Brot backen, Indoorarbeiten mit Freude erledigen ... Morgen, am Abend halte ich den Workshop „Halbzeit“. Darauf freue ich mich auch schon.

Dieser Tag ist und wird wundervoll! Danke Gott!

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