Heute, an diesem Montagmorgen, kam mir die Idee „lieben“ zum Motto der Woche für mich zu erheben.

Lieben ist ein Tunwort, ein Verb. Liebe braucht Taten und gibt gleichzeitig Kraft und Freude für die Taten.

Früher, als Kind, auch noch später im Erwachsenenalter, dachte ich, Liebe ist etwas, was von außen zu mir kommt. Natürlich schaute ich mich nach Personen um, die mich liebten. Klar wollte ich Liebe kriegen, im Sinne von bekommen und erhalten. Ich fühlte mich geliebt, wenn mir jemand zustimmte, mich anerkannte, nett zu mir war, mir Komplimente machte ...

Die dunkle unbewusste Seite davon war, ich versuchte herauszufinden, wie die anderen mich haben wollten, um meine Vorstellung und Fehlinterpretation von Liebe sicherzustellen. Mein Fokus war im Außen und so manches Mal vergaß ich mich und mein „Echtsein“, verbog mich ... und Glaube, Gott, Jesus und bedingungslose Liebe waren ganz weit weg.

Nach wie vor bin ich erstaunt, dass das Verb „kriegen“ schon auf das Wort „Krieg“ hinweist. Mmmmmh, wenn Mensch nicht die Liebe kriegt, die Mensch kriegen will, fängt Mensch an, den Liebesverweigerer zu bekriegen, nicht wahr? Natürlich ist das ein kindliches Verhalten, doch ...

Geliebt sein, was für ein herrlich menschlicher Traum. Allein hier bringt der unschuldige Buchstabe „e“ schon einen Knoten ins Verstehen, mit der Wandlung zu „Geliebte sein“. ;-)

Bedingungslose Liebe leben fiel mir schwer. Gerade wenn wir Menschen verliebt sind, ist der Trieb mit dieser uns anziehenden Person zu verschmelzen, sie zu besitzen sehr stark. Verliebtsein erzeugt einen Kurzschluss im Gehirn und ist immer zeitlich begrenzt. Erst nach dieser Sturm- und Drangzeit kann wahre Liebe keimen und wachsen.

Zurück zum Lieben, lächelnd erinnere ich mich gerade, dass mit Liebe Geputztes, auch die Toilette, länger sauber bleibt. Wirklich!

Die innere Gewissheit und mein Glaube, dass ich ein geliebtes Kind Gottes bin und das noch so, wie ich bin und nicht, wie ich meine sein zu müssen, schenkte mir eine neue, befreiende Qualität zu leben. Ich bin viel öfter mit lieben, danken, mich freuen und Leichtigkeit beschäftigt, als mit Beschwerden über ... und Mangel.

Natürlich bin ich reflexartig wütend, sauer, auch enttäuscht und verbittert, doch zu lieben gefällt mir viel besser.

Danke Gott. Danke Jesus. Danke Lebensschule.

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