Wie das geht? Da fällt mir sofort ein Beispiel ein:

Mein ältester Bruder umsorgt jeden Tag unsere Mutter. Ganz gleich, wie es ihm geht, ob die Lust dazu da ist, er fährt zu ihr in der Früh, leitet sie an, Wasser zu trinken, bereitet ihr Frühstück, räumt auf, saugt, hängt Wäsche auf und bringt sie zum Lachen. Sieben Tage die Woche. Das ist für mich gelebte Liebe.

Von meiner Mutter aus ruft er bei mir an, damit ich auch mit meiner Mutter spreche. Wir verbringen gemeinsam Zeit mit ihr. Bin ich gerade in einer Beratung, melde ich mich danach.

Vorgestern schrieb ich: Lieben ist ein Tunwort, ein Verb. Liebe braucht Taten und gibt gleichzeitig Kraft und Freude für die Taten. Ja, das stimmt.

Liebe leben bedeutet für mich auch, meine Pläne und Wege kurzfristig zu unterbrechen für jemanden, der mich um Aufmerksamkeit bittet, Genau das hat Jesus Christus uns vorgelebt und uns hinterlassen. Er schenkte zu seinen Lebzeiten denen, die ihn ansprachen, seine Aufmerksamkeit, hörte sie an, ermutigte sie und forderte sie gleichzeitig auf, selbst zu handeln, um dann seinen Weg fortzusetzen.

Christusenergie ist für mich, mir Zeit zu nehmen für den anderen, entspannt statt genervt zu reagieren, wenn mein Handeln und meine Pläne unterbrochen werden und dann mich meinen Dingen neu zu widmen. Früher verhielt ich mich anders, doch heute übe ich anzunehmen und das Ergebnis des Übens ist wundervoll, denn meine Kraft setze ich viel gezielter und effektiver ein.

„Steh auf und ...!“ Diese Aufforderung fühle und höre ich täglich, liebevoll und bestimmt, vor allem in Momenten, in denen ich mir selbst leid tue. Das sind die Momente, in denen ich mich vom Glauben und meiner Liebe trennte.

Jeden neuen Tag spüre ich neu: Bin ich in der Liebe, liebe ich, tragen mich Heiterkeit, Freundlichkeit und Klarheit durch meinen Tag.

Danke Gott. Danke Jesus. Danke Lebensschule.

 

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