Guten Tag Gott! Guten Tag Jesus! Guten Tag Freunde und Freundinnen! Heute in der Früh, am 1. Advent

erwachte ich mit dem Gedanken: „Auch Schmerzen und Krankheiten gehören zur Schönheit.“ „Was für ein Schwachsinn!“ meldete sich sofort mein bewusster Verstand und ich ließ das Pro und Kontra einfach gedacht stehen.

Freude auf meine Messe trug mich durch den Morgen. Advent heißt Ankunft, darüber sprach Bobby Schuller und darüber, wie schwer wir Menschen uns mit „warten“ tun. Mich berührte von der Predigt besonders der Satz: „Manchmal fühlt sich warten schlimmer als trauern an“.

Stimmt, mir wurde bewusst, wenn jemand gestorben ist, spüre ich den Verlustschmerz, bis ich dem Verlust zustimme. Ich erwarte keine Rückkehr, keine Veränderung im Außen. Habe ich aber ein Ziel, wie Erfolg, Heilung, Anerkennung ..., dann erwarte ich Erfüllung und Veränderung.

Nach der sonntäglichen Kirche rufe ich eine Freundin an, um sie über das Thema der Predigt zu informieren Heute spürte ich eine heftige Abneigung in mir, darüber, wie sie auf meine Worte reagierte. Sofort dachte es mich: „Ich habe Null Bock auf diese ewige Leier, die meinen begeisterten Worten folgt.“

Ich blieb sinnend (ein herrliches Wort) nach dem Gespräch sitzen. Plötzlich bildeten sich folgende Gedanken in mir: „Mit welchem Recht entscheide ich, wem, wann, wie oft und mit welchem Ergebnis ich meine Mitmenschen an dem Wort Gottes teilhaben lasse. Echt, das ist doch Egotrip pur.“

Fragen purzelten heiter in mir weiter: „Habe ich ihr bisher mein sonntägliches Teilhabenlassen nur mit Erwartung erwiesen, damit sie endlich ihr Jammern einstellt, mal etwas davon annimmt, mich mal lobt, sie es umsetzt oder ... ?“

Ein Lächeln durchströmte mich und ein Gefühl von Freiheit wuchs. Das Wort Gottes weitergeben, so wie ich es verstehe, das ist der Sinn unseres sonntäglichen Rituals und das, bitte, frei von meiner persönlichen Erwartung.

Advent ist ein Zeitraum, in dem sich Christen im kirchlichen Jahresrhythmus auf die Ankunft des Herrn einstimmen. Dieses einstimmende Warten vollendet sich am 24. Dezember mit Weihnachten und das jedes Jahr neu.

Herzenswünsche, Heilung, Ziele erreichen, dauert meist länger als vier Wochen und, wenn ich warten mit glauben fülle, Fehlschläge in Herausforderungen wandle, meinen Schmerzen zustimme und zu Übungen greife, bis ich Veränderung spüre, dann erlebe ich Schönheit neu.

Danke Gott. Danke Jesus. Danke Lebensschule.

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